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Die endoskopische Kastration

Bei der herkömmlichen Kastrationstechnik durchtrennt der Chirurg die Bauchdecke der Hündin über eine Länge von mehreren Zentimetern, um zu den Geschlechtsorganen zu gelangen. 

Die sehr viel sanftere Methode ist die laparoskopische (od. endoskopische) Kastration. Das Wort Laparoskopie setzt sich zusammen aus „Bauch“ und „schauen“, d.h. in den Bauch hineinschauen. Bei der laparoskopischen Kastration werden nur zwei kleine Hautschnitte (jeweils 5 mm groß) benötigt: Über eine dieser kleinen Öffnungen wird eine Optik in den Bauchraum vorgeschoben. Bei der Optik handelt es sich um einen 7 mm im Durchmesser und 25 cm langen Stab, in dem ein Linsensystem und die Lichtfaserkabel angeordnet sind. An das Ende der Optik wird eine Kamera befestigt, die Bilder aus dem Bauchinneren über einen Videorekorder auf einen Monitor überträgt. Nun kann sich der Chirurg im Bauchraum Übersicht verschaffen. Über den anderen Zugang wird ein Trokar eingeführt, das ist ein dünnes Röhrchen, durch das der Chirurg die notwendigen Arbeitsinstrumente in die Bauchhöhle einbringt und von außen die Kastration, das heißt, eine Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutterhörner durchführen kann. 

Tierklinik

Die Vorteile dieser Methode gegenüber der herkömmlichen Kastration liegen auf der Hand:

  • Nachdem die Bauchwand nicht über einen langen Schnitt geöffnet werden muss, sondern nur zwei winzige Löcher erforderlich sind, sind bei der endoskopischen Kastration die Schmerzen nach der Operation messbar geringer als bei der herkömmlichen Kastration. 
  • Eine Nahtdehiszenz, das heißt ein Aufgehen der Operationswunde ein paar Tage nach der Operation durch Überbelastung oder Belecken der Wunde, ist bei der endoskopischen Kastration sehr unwahrscheinlich, weil die Wunden so klein sind.
  • Leinenzwang ist nicht notwendig.
  • keine lästige Halskrause nach der OPs
  • Bereits am Tag nach der Operation darf sich die Hündin uneingeschränkt bewegen (Agility, Kurse, Jagd, …)
  • Natürlich erreicht man durch die endoskopische Kastration auch ein deutlich besseres kosmetisches Ergebnis.

Bei großen Hündinnen empfehlen wir, bei der Kastration auch eine endoskopische Gastropexie durchzuführen. Bei diesem Eingriff wird der Magen an die seitliche Bauchwand genäht als Prophylaxe einer Magendrehung, die besonders bei großen Hunderassen häufig vorkommt und für den Hund eine lebensbedrohliche Situation bedeutet.

Die Laparoskopie wird aber auch bei anderen Indikationen eingesetzt, z.B. bei kryptorchiden Rüden (d.h. ein oder beide Hoden sind nicht vollständig abgestiegen und daher noch im Bauchraum), zur Untersuchung der Bauchorgane nach krankhaften Veränderungen und zur Entnahme von Proben aus erkrankten Organen.

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